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Online-Petition gegen die Einstellung der „Senioren-Einzelfahrscheine“ in Wien

  • Mittwoch, 4. März 2026 @ 17:45
ZVPÖ-Wien: Auch Deine/Ihre Unterstützung zählt!

„Der Einzelfahrschein für Kinder soll auch als Einzelfahrschein für Senioren gelten.

Erhalt der Mobilität und günstige, umweltbewusste Fortbewegung in Wien für Senioren aus allen Bundesländern“


So lautet die, bereits von mehr als 13.800 Internet-User:innen (Stand 04.03.2026) unterzeichnete zentrale Forderung einer, im Internet auf der Plattform „mein #aufstehen“ von Leonhard Leithner knapp vor dem Jahreswechsel gestarteten Petition zum Erhalt des Senior:innenfahrscheins in Wien.

Seit 1.1. 2026 kostet eine Einzelfahrt auf den Öffis in Wien uns Pensionist:innen statt früher Euro 1,50/ Fahrt, je nachdem, ob man den Fahrschein digital (gebucht mittels Handy bzw. Internet) oder analog (bei Verkaufsstellen oder Automaten) kauft, Euro 3,00 bzw. 3,20. Das ist eine Preiserhöhung um 113 %, die im besonderen Senior:innen mit kleinen Pensionen trifft. Für jene, die alters- und gesundheitsbedingt die Öffis nur wenige Male (für Arztbesuche oder einzelne Freizeitaktivitäten) nutzen und für die sich ein Umsteigen auf eine Jahreskarte nicht auszahlt, ist diese Tarifänderung ein besonderes Ärgernis.

Der ZVPÖ hat die Einstellung des Einzelfahrscheins für Senior:innen seit dem Frühherbst kritisiert und abgelehnt (siehe Onlineberichte vom 07.09.2025, 23.10.2025, 05.11.2025).

Wir sind uns mit allen anderen Senior:innenverbänden darin einig, dass die Abschaffung des Einzelfahrscheins für Menschen ab 65 Jahren durch die Wiener Linien ein massiver Einschnitt in die Mobilität älterer Menschen ist.

Im Wiener Gemeinderat gab es im Dezember des Vorjahres dazu zwar hitzige Debatten, einen Beschluss, der diesen massiven Einschnitt zurücknimmt, gibt es aber bis dato nicht.

Das bisher einzige kleine „Zugeständnis“ der Wiener Linien besteht darin, dass im Vorjahr im Vorverkauf zum alten Preis erworbene Tickets noch bis Ende Juni zum alten Tarif ohne Aufzahlung verwendet werden dürfen. Wobei das Auf-Vorrat-Kaufen der günstigeren Fahrscheine wohl nur Senior:innen mit dafür ausreichenden finanziellen Rücklagen vorbehalten blieb.

Kolleg:innen Hilde Grammel, Hans Höllisch, Fritz Fink und Herbert Fuxbauer (die beide in ihren Wohnbezirken auch als Bezirksräte tätig sind), Werner Schütz und viele andere Kolleg:innen unseres Verbandes zählen bereits zu jenem Personenkreis, der sich mit ihrer Unterzeichnung der Petition für eine rasche Wiedereinführung des ermäßigten Einzelfahrscheins engagiert.

Im Namen des ZVPÖ-Wien empfehlen wir allen Senior:innen, diese Petition (nach ihren Möglichkeiten) zu unterstützen!

Leider sind, da es sich ja um eine Online-Petition handelt, für eine Unterstützung der Petition ein Internet-Zugang und ein eigener E-Mail-Account vorausgesetzt. Wir wollen aber versuchen mit den Initiatoren Kontakt aufzunehmen und nachfragen, ob es auch für Senior:innen ohne Internetzugang Möglichkeiten zur Unterstützung der Petition gibt.

„Die Preiserhöhung für Senior*innen bei den Öffis um mehr als 100% ist ein Skandal“, stellte bereits im Jänner, dazu befragt, Kollegin Hilde Grammel – Wiener Landesobfrau des ZVPÖ, fest. Und verwies auf die in den letzten Monaten immense Teuerung von Lebensmitteln, Energie und Mieten, sowie die durch Erhöhung der Sozialversicherungsbeiträge gekürzten Pensionen. Gerade deshalb halten wir im ZVPÖ-Wien es für „besonders wichtig, die Mobilität und gesellschaftliche Teilhabe von Senior:innen durch leistbare Tarife zu sichern!“

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Text: Johann Höllisch