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Das Grazer Modell

Die Stadt Graz hat unter dem KPÖ-Stadtrat für Gesundheit und Pflege, Robert Krotzer, vor zweieinhalb Jahren ein Modell für pflegebedürftige Grazer und Grazerinnen entwickelt, das eine merkliche Verbesserung bedeutet.

Eine Zuzahlung der Stadt Graz macht es einfacher, in den eigenen vier Wänden bleiben zu können. Unabhängig vom Betreuungsausmaß, das sie zuhause in Anspruch nehmen,
sorgen Ausgleichszahlungen der Stadt Graz dafür, dass den Betroffenen die Höhe der Mindestpension erhalten bleibt. Mit Jahreswechsel stieg sie automatisch, womit gesichert ist, dass den Pflegebedürftigen auch die Erhöhung der Ausgleichszulage zugutekommt.

Gerade bei kleinen Pensionen kommt es nämlich auf jeden Euro an, um neben Miete, Betriebskosten, Heizung, Strom und täglichem Lebensbedarf auch Pflege und Betreuung leisten zu können.

Lange Zeit waren viele Menschen aus finanziellen Gründen gezwungen, in ein Heim zu übersiedeln, weil sie sich die mobilen Pflegedienste (Hauskrankenpflege, Pflegeassistenz
oder Heimhilfe) nicht leisten konnten. Dabei wären sie gesundheitlich durchaus in der Lage, zuhause zu bleiben. Seit 1. Juni 2018 schafft dieses Zuzahlungsmodell Abhilfe. Es wäre zu wünschen, dass dieses Modell auch in anderen Städten und Bundesländern Anwendung findet.

Foto: © ZVPÖ