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Ein Roman über den Widerstand im Westen Wiens

Kollege Rudi Burda, Mitglied unseres Verbandes in Wien, hat sich nach seiner Pensionierung und neben seinem Wirken als Liedermacher, die Zeit genommen, einen Roman zu schreiben.



Das Buch ist bei der Theodor Kramer Gesellschaft erschienen und dort zum Preis von Euro 15.-- erhältlich.

Einer der Schauplätze ist die „Paprikakiste“, eine in den Jahren 1924 bis 1928 erbaute Gemeindewohnungsanlage in Hernals (auf Grund seiner ursprünglichen orangeroten Fassadenfarbe, die in der Zwischenzeit durch einen weißen Anstrich ersetzt wurde, ortsüblich so benannt), auf deren Stiege 11 der erst nach dem Krieg zur Welt gekommene Rudi Burda bei seiner Mutter und mit seiner Schwester wohnte und seine Kindheit und Jugend verbrachte.

Nicht weit davon entfernt befindet sich der legendäre Ottakringer Sandleiten-Hof mit mehr als 800 BewohnerInnen, der als Wahrzeichen des „Roten Wiens“, im Februar 1934 von den Austrofaschisten mit Kanonen, Maschinengewehren und anderen Kriegsgeräten beschossen und später zu einem Zentrum des illegalen kommunistischen Widerstandes gegen den Hitlerfaschismus geworden ist.

Das Buch erhebt nicht den Anspruch einer umfassenden historischen Dokumentation.

Es handelt sich um einen Roman. Die darin vorkommenden Personen sind fiktiv. Ihre Haltungen und Handlungen entsprechen allerdings realen Personen aus dem Umfeld seiner im antifaschistischen Widerstand um die Sandleiten aktiven Mutter Frieda Burda (1923-1986). Ihre Geschichten lässt der Autor von einer von ihm ebenso frei erfundenen Person namens „Poldi“, als einem kindlichen bis jugendlichen Beteiligten, erzählen.

Um dabei zu helfen, das literarisch bearbeitete Geschehen richtig einzuordnen, gibt der mit dem Autor befreundete Journalist und Historiker Dr. Georg Tidl in seinem Vorwort einen kurzen historischen Überblick.

Es ging um Menschlichkeit, Demokratie und Frieden!

Vieles von dem, was Rudi Burda an Informationen über den Widerstand in seinem Roman verarbeiten konnte, wurde ihm sprichwörtlich „schon in die Wiege gelegt“. Im Nachwort erinnert sich der Autor, wie seine Mutter „oft über ihre Jugendzeit gesprochen hat“. „Nicht immer (habe) sie das gern getan“ und „nicht alles davon (sei) für (seine) Ohren bestimmt“ gewesen. In seiner „kindlichen Unbekümmertheit (sei ihm) nicht immer bewusst“ gewesen, „wie schmerzlich ihr Erinnern gewesen sein muss“. Letztlich habe er sich aber „nicht davon abhalten (lassen), nachzufragen, wenn ihm beim Zuhören etwas unklar geblieben“ war, oder er ihr damit wieder „eine neue Episode aus ihrem Leben zu entlocken“ vermochte.

Und es gab viel zu erzählen: 1938 war Frieda Burda der illegalen KPÖ beigetreten, Mitarbeit in der „Roten Hilfe“; beteiligt an der Herstellung und Kolportage einer im Sandleitenhof und anderen Gemeindebauten von Tür zu Tür ausgetragenen illegalen hektografierten Zeitung („Die Wahrheit“), 1944 Verhaftung, Polizeigefängnis Roßauer Lände („Liesl“), Landesgericht Krems. Obwohl der von den Nazis gegen sie und weitere verhaftete GenossInnen geplante Prozess „knapp vor dem Endkampf“ nicht mehr stattfand, wurde sie ins KZ-Ravensbrück gebracht und hatte auch das überlebt.

Der aus Slowenien stammende und ebenso verhaftete Karel Hudomalj, der Vater des Autors, Franz Burda (1919-1990), Heini Klein (1918-1997), Helene Neuhaus (1922-2016) und Paul Vodicka (geb. 1928) gehören ebenfalls zu jenen mutigen AntifaschistInnen, die sich neben seiner Mutter in den erfundenen Romanfiguren wiederfinden.

Für unsere LeserInnen nicht unerwähnt bleiben soll, dass Heini Klein, der auf einer Gedenktafel am ehemaligen Sandleitner Kino, als „Leiter einer Entwaffnungsaktion des Kommunistischen Jugendverbandes“ (KJV44) „zur Verhinderung weiterer Opfer in den letzten Kriegstagen“, gewürdigt wird, im Seniorenalter auch als ZVPÖ- Bundessekretär und als Bundesobmann unseres überparteilichen Verbandes tätig war.

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