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Langzeitversicherung: Gezerre um neue Hacklerregelung

Frau Ingrid Korosec, ihres Zeichen Obfrau des schwarzen Seniorenbundes und Mit-Präsidentin des überparteilichen Seniorenrates sorgt sich. Worüber? Über den abschlagfreien Zugang zur Alterspension mit 62 Jahren nach 45 Jahren hackeln.

Dies wurde im September im Parlament beschlossen. Endlich könnte man sagen. Denn wer 45 Jahre arbeitend durchhält, dem steht die Pension zu, ohne durch Abschläge bestraft zu werden.
Die schwarz-blaue Regierung I hatte dieses Recht 2003 abgeschafft, nun ist es wieder in Kraft getreten. Denn es galt den absurden Zustand zu beseitigen, dass abschlagsfrei erst in Pension gehen konnte, wer im Extremfall 50 Jahre Lebensjahre der Lohnarbeit opferte. Ist die Sorge der Frau Korosec um das Pensionssystem berechtigt? Nein. Die Rückkehr zur Hacklerregelung betrifft im Jahr 2020 nur 1400 Männer. Laut PVA entstehen Zusatzkosten von 50 Mill. Euro, wovon allerdings durch die Besteuerung wieder ein Teil an den Staat zurückfließt. Es handelt sich also um eine im Verhältnis minimale Summe für einen sehr kleinen Teil der Pensionsanwärter. Und diese Summe wird in der Tendenz kleiner, denn erstens werden durch die Ausbildungspflicht bis 18 Jahre immer weniger Menschen 45 Versicherungsjahre erreichen, und zweitens sinken durch die gebrochenen Erwerbsbiografien (Arbeitslosigkeit, Krankheit, Rehabilitation etc.) die Pensionshöhen.

Im Gegensatz zur Frau Korosec, die die Lebensarbeitszeit um jeden Preis verlängern will, sagt der ZVPÖ:
40 Jahre sind genug!