SP übernimmt Forderung des ZVPÖ

Mittwoch, 18. Februar 2026 @ 15:39

Wir hoffen, dass sie auch den Weg in die Agenda der Regierung findet.

Seit vielen Jahren fordert der ZVPÖ angesichts des hunderte Millionen Euro umfassenden Defizits der Gesundheitskasse, der Krankenversicherung für Millionen Menschen in Österreich, eine Verbreiterung der Finanzierungsbasis durch die Abschaffung der Höchstbeitragsgrundlage für die Krankenversicherungsbeiträge. Einkommen über € 6.450 (im Jahr 2025) brauchten keinen Cent zusätzlich zur Krankenversicherung beitragen.


Diese Ungerechtigkeit hat der ZVPÖ schon mehrmals auch im Österreichischen Seniorenrat thematisiert (siehe Onlineberichte vom 20.01.2025 , 30.06.2025 , 15.10.2025 , 01.12.2025), stieß aber jedes Mal auf eisiges Schweigen, auch bei den VertreterInnen des SPÖ-nahen Pensionistenverbandes und den VertretrerInnen der ÖGB-SeniorInnen.

Nun hat erstmals ein führender Funktionär der SPÖ die Forderung öffentlich aufgegriffen. In der „Presse“ vom 15. Februar meinte der Vorsitzende der SPÖ Niederösterreich, Sven Hergovich, auf die Frage: Sie wollen also die Höchstbeitragsgrenze abschaffen? „In dieser Form schon. Würden wir über der aktuellen Höchstbeitragsgrundlage den halben Satz festlegen, dann würde das in einem Jahr 600 Millionen Euro ins Krankenversicherungssystem spülen ... Hebt man die Höchstbeitragsgrenze komplett auf, wären es sogar 1,2 Milliarden. Also eine echte Patientenmilliarde."

Hergovich bestätigt damit auch die Berechnung des ZVPÖ über den Ertrag, den die Aufhebung der Höchstbeitragsgrenze bringen würde. Er wolle nicht, dass jemand, der 20.000 Euro im Monat verdient, prozentuell viel weniger Krankenversicherungsbeiträge zahlt, als jemand, der 3.000 oder 4.000 Euro im Monat verdient, so Hergovich.

Gut gesprochen.

Der ZVPÖ hofft, dass damit endlich das Schweigen um die Höchstbeitragsgrenze zu Ende ist und damit die Sicherung der Krankenversicherung auch auf die Agenda der Regierung kommt.


ZVPÖ - Zentralverband der Pensionistinnen und Pensionisten Österreichs - SP übernimmt Forderung des ZVPÖ
https://www.zvpoe.at/article.php?story=20260218153918358