Willkommen bei ZVPÖ Dienstag, 25. September 2018 @ 01:51

Lilian Stadler, stellvertretende ZVPÖ Bundesobfrau, berichtet aus dem Seniorenrat

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Bei der Herbstsitzung des Seniorenrates stand neben der 'Reform' der Sozialversicherung die geplante Pensionsanpassung für das Jahr 2019 im Mittelpunkt. Wer sich auf Grund der vorausgehenden Presseerklärungen eine harte Debatte erwartete, wurde enttäuscht: Übereinstimmend wurde von den PräsidentInnen zwar die Nichteinbeziehung des Seniorenrates gesehen, in der Einschätzung des Ergebnisses zeigte sich der ÖVP-Seniorenbund aber zufrieden, während der SPÖ-Pensionistenverband die fehlende Einbindung der Sozialpartner beklagte und einen neuen Pensionistenpreisindex forderte, der auch die Entwicklung der wirtschaftlichen Lage als Grundlage für künftige Pensionsanpassungen mit einbezieht.

Regierung hat uns überrollt

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Seit kurzem ist die Katze aus dem Sack. Die Bundesregierung hat die Pensionsanpassung für 2019 beschlossen, und propagiert diese bei einem Verbraucherpreisindex von 2% als großen Schritt nach vorne und beste Anpassung der letzten Jahre. 2,6% erhalten Pensionistinnen und Pensionisten bis 1.115,-- Euro, von 1.115,-- bis 1500,-- Euro gibt es eine Einschleifregelung von 2,6% – 2%, von 1.500,- bis 3.402,-- Euro 2% und mit mehr als 3.402,-- Euro einen Sockelbetrag von 68,-- Euro im Monat.

Während die Präsidentin des ÖVP-Seniorenbundes Ingrid Korosec diese Pensionsanpassung als verantwortungsbewusst, zielführend und zukunftsorientiert sieht und ihren guten Kontakten zum Bundeskanzler zuschreibt, gibt es vom Präsidenten des SP-Pensionistenverbandes Peter Kostelka die durchaus begrüßenswerte Forderung, dass 4% bei ....

Beratung auf unserem Stand am Volksstimme Fest Wien

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Aktuelles Wie auch im vergangen Jahr wird der ZVPÖ auch dieses Jahr mit einem Stand am Volksstimme Fest vertreten sein. Neben verschiedensten Bastelarbeiten die unsere Kolleginnen präsentieren werden, wird es auch Referate und kostenlose Auskünfte unserer beiden Sprecher für Rechtsfragen sowie Pflege- & Gesundheitsthemen, für unsere Besucher geben.

Am Samstag den 1.9. von 16 - 17 Uhr von ZVPÖ Rechtsberater Dr. Walther Leeb zu allgemeinen Rechtsfragen.

Am Sonntag den 2.9. von 16 - 17 Uhr von ZVPÖ Gesundheitssprecher Dr.med. Rudi Gabriel zum Thema Patientenverfügung.

Alle sind herzlich eingeladen !

Pensionen: Wer arm ist bleibt arm, wer reich ist wird reicher.

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Scheinbar unter diesem Motto wurden die Pensionsanpassungen für 2019 von der Regierung abgeschlossen. Ohne auch nur einmal mit den gesetzlichen Interessenvertretern, dem Seniorenrat zu verhandeln. „Teile und herrsche!“ der Leitsatz in der Regierung.

Pensionsanpassung 2019: Forderung des ZVPÖ

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Angesichts der Ankündigung der Regierung bereits am Mittwoch über die Pensionsanpassung entscheiden zu wollen bekräftigte der Bundesobmann des ZVPÖ Mag.Michael Graber die Forderung nach einer Erhöhung von zumindest 4% für alle Pensionen unter 1.600.- Euro durch einen Sockelbetrag von 64.- Euro für alle.

Diese Forderung ergebe sich aus den Indizes der Mini- und Mikrowarenkörbe, die den täglichen und Wocheneinkauf abbilden und damit der Lebenswirklichkeit der überwiegenden Mehrheit der Pensionistinnen und Pensionisten am nächsten kommen. Pensionen darüber müßten zumindest die Teuerung entsprechend dem Verbraucherpreisindex VPI abgegolten bekommen.

Die von Vizekanzler Strache erwähnte Einmalzahlung von 100.- hat den Nachteil, dass die Pensionen im nächsten Jahr wieder auf das Niveau des Vorjahres zurückfallen und daher keinen nachhaltigen Effekt hat, so Graber.

Wer soll für eine handeln, wenn man es selbst nicht mehr kann?

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Vorausschauend Maßnahmen für ein selbstbestimmtes Leben festlegen!

Von ZVPÖ-Gesundheitssprecher Dr.med. Rudi Gabriel

Niemand ist davor geschützt, bei Krankheit, Demenz, einem Unfall oder in anderen Notsituationen seine Handlungs- bzw. Entscheidungsfähigkeit zu verlieren. Daher ist es wichtig, für den Bedarfsfall in „guten Tagen“ präventiv Vorsorge zu leisten. Auch eine frühzeitige Kommunikation über mögliche Entwicklungen einer bereits bestehenden Erkrankung kann Schwierigkeiten verhindern.

Das Selbstbestimmungsrecht gehört zu den zentralen PatientInnenrechten, dessen Stellenwert in den letzten Jahrzehnten immer mehr gestiegen ist. Seit 1. Juni 2006 hat Österreich ein Patientenverfügungsgesetz. Die Kombination einer Patienten-verfügung mit einer Vorsorge-vollmacht, die auch schwerwiegende medizinische Entscheidungen beinhaltet, umfasst sowohl Zustimmung zu als auch Ablehnung von medizinischen Maßnahmen und kann in bestimmten Fällen eine gute Wahl sein.

Wichtig ist zu wissen, dass der Nachweis einer Patientenverfügung eine „Bringschuld ist“. Behandelnde ÄrztInnen sind nicht verpflichtet nach einer möglichen Verfügung selbst zu suchen. Das bedeutet, dass Sie als VerfügerIn dafür sorgen müssen, dass die Personen Ihres Vertrauens Bescheid wissen.

Der ZVPÖ bietet ab kommende Herbst Information zu den Themen Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, gerichtliche und gesetzliche Erwachsenenvertretung.

Überaltertes Rollenbild

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Endlich ist es in die Kanzlerpartei durchgedrungen, dass sich die Einkommensschere zwischen Männern und Frauen ständig vergrößert. Auch die Präsidentin des ÖVP Seniorenbundes, Ingrid Korosec, hat dies erkannt. Und nach ihrem, schon vor längerer Zeit, gemachten Vorschlag, dass die Lebensarbeitszeit von Frauen verlängert wird, um diese Einkommensschere zu schließen, frei nach dem Motto ‚länger Arbeiten bedeutet höhere Pension‘, gibt es jetzt eine neue Überlegung. Ingrid Korosec schlägt ein Pensionssplitting bei Ehepaaren vor, was nichts anderes bedeutet, als das am Pensionskonto die Pension 50 zu 50 - unabhängig vom jeweiligen Einkommen – gutgeschrieben wird.

Dies entspricht einem längst überalterten Rollenbild von der Familie und ändert nichts an der Benachteiligung der Frauen in Berufsleben und später in der Pension. Der einfachste Weg, um das zu lösen was Ingrid Korosec schon länger beschäftigt, ist gleicher Lohn für gleiche Arbeit.

Daher sagt der ZVPÖ: Schluss mit solchen Gedankenspielen und mehr Realitätssinn gegenüber dem Erwerbsleben von berufstätigen und allein erziehenden Frauen.

Das Recht auf Gesundheit darf nicht dem Profit der Konzerne geopfert werden

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Was steckt hinter dem Vorhaben der Regierung bei der Sozialversicherung und was soll daraus entstehen? Gegen eine geplante Zusammenlegung von Sozialversicherungsträgern wird kaum jemand etwas haben, vorausgesetzt es können dabei Kosten in der Verwaltung eingespart werden. Grundbedingung muss allerdings sein, dass Einsparungen nicht zu Lasten der Versicherten gehen und Leistungskürzungen ausgeschlossen sind. Kenner der Sozialversicherungsbereiche befürchten allerdings, dass für die Regierung die zu erwartende spärliche Kosteneinsparung gar nicht im Vordergrund steht, sondern die "Umfärbung" und als Ziel die Konzentration der Krankenkassen, um später profitable Bereiche für private Konzerne herauslösen zu können.

ZVPÖ Forderungen zeigen Wirkung

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Der Zentralverband der Pensionistinnen und Pensionisten Österreichs (ZVPÖ) ist eine Interessensvertretung aller Pensionistinnen und Pensionisten Österreichs. Er ist ein überparteilicher Verband und lässt sich ausschließlich von den Interessen der älteren Generation und von keiner Parteipolitik leiten.

Aus unserer Arbeit die geleitet ist von den obigen Grundsätzen, gibt es positives zu berichten. So haben die beiden Präsidenten des Seniorenrates, Ingrid Korosec und Dr. Peter Kostelka, in ihrer ersten gemeinsamen Pressekonferenz unsere seit Jahren und 2016 nochmals mit Nachdruck gestellte Forderung nach der Streichung der bis zu 23 Monate währenden Wartezeit bis zur ersten Pensionsanpassung zu eigen gemacht. Sie fordern auch die Aliquotierung der ersten Pensionsanpassung. Im originalen Wortlaut:

Sozialversicherungen: Einsparungen von einer Milliarde

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Der Unfallchirurg Wolfgang Schaden, Mitglied der Zukunftskommission der Österreichischen Gesellschaft für Unfallchirurgie, äußerte sich in einem Interview für das Magazin der Gewerkschaft der Privatangestellten zu den Forderungen der Regierung, bei den Sozialversicherungen muss gespart werden:

„Es gibt keinen vernünftigen Grund, warum man ausgerechnet im Gesundheitswesen sparen sollte. Jeder, der einmal in einer Spitalsambulanz war oder auf einen Operationstermin gewartet hat, wird nicht einsehen, warum gerade in diesem Bereich gespart werden sollte. Was die AUVA betrifft, sollen 500 Millionen Euro aus dem System entnommen bzw. nicht mehr hineingezahlt werden. Hier landet kein Cent mehr bei den Patienten, sondern es werden im Gegenteil die Mittel der Patientenversorgung entzogen. Vorigen Sommer mussten wir aufgrund des Spardruckes die Station für Schwerstverbrannte im Unfallkrankenhaus Linz schließen. Zwischen Wien und Innsbruck gibt es nun keine Möglichkeit mehr, schwerstverbrannte PatientInnen adäquat zu versorgen.“

Dazu ZVPÖ Gesundheitssprecher Dr. Rudi Gabriel: „Unfallchirurg Wolfgang Schaden spricht aus was die Fabrikanten planen - wir sagen, das ist Raub an den Kassen der Unfallversicherung!
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