Ein Kommentar von Ing. Fritz Fink, Wiener Landesobmann des ZVPÖ.


Eine der finanziellen Haupt-belastungen vieler Haushalte sind die Mietausgaben und da insbesondere bei niedrigen Einkommen, dazu zählen ein Großteil der Pensionistinnen und Pensionisten. Seit der dritten Wohnrechtsänderungsnovelle im März 1994 gibt es den Richtwerthauptmietzins mit seinen Zu- und Abschlägen und dieser ist für viele Bewohner*innen in Altbauten und Gemeindewohnungen anwendbar. Gemäß Gesetz kann die Miethöhe alle zwei Jahre der Inflationsentwicklung angepasst werden. Diese Anpassung (Erhöhung) wäre heuer fällig. Es gab viele Stimmen, die auf Grund der Coronapandemie ein Aussetzen verlangt haben und dazu zählt auch unser Verband, der ZVPÖ. Es ist daher erfreulich zu hören und zu lesen, dass sich die Regierung dieser Forderung gebeugt hat und ein dementsprechendes Gesetz verabschieden will. Es gibt aber auch, wie so häufig, einen Pferdefuß. Dieser ist der sogenannte Lagezuschlag, der sich an den Grundstückspreisen orientiert. Gemäß Aussendung der ÖNB – Immobilien aktuell, sind die Immobilienpreise coronabedingt (plus 9,5%) überproportional angestiegen. Das könnte bedeuten, Hauseigentümer werden versuchen, da mit Mietforderungen das Aussetzen zu kompensieren. Daher, Mieterschutzorganisationen bitte wachsam sein!