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Frauen in Altersarmut: automatisches Pensionssplitting keine Lösung



Der ZVPÖ äußerte sich skeptisch zum von Frauenministerin Juliane Bogner-Strauß (ÖVP) angedachten automatischen Pensionssplitting. Dieses würde bei niedrigen Einkommen "überhaupt keine Probleme lösen", so Bundesobfrau Stellvertreterin Lilian Stadler und Bundessekretär Herbert Fuxbauer.


Der Grundstein für diese fatale Entwicklung für Frauen wurde schon im Jahr 2004 unter Schwarz-Blau gelegt: Seitdem werden nicht die besten Verdienstjahre der Berechnung der Pension zugrunde gelegt, sondern es erfolgt eine lebenslange Durchrechnung der Lebensarbeitszeit.

„Frauen verdienen weniger Geld und fallen oft länger aus, weil sie wegen der Kinder eine Zeit lang zu Hause bleiben oder Teilzeit arbeiten. Für viele bedeutet das dann Armut im Alter: Schon eine zweijährige Teilzeitarbeit senkt die Durchschnittspension um bis zu 2,1 Prozent. Frauen müssen von ihren Einkommen und damit auch von ihrer Pension leben können und das wäre einmal mit der schon sehr alten Forderung nach gleichem Lohn für gleichwertige Arbeit am gleichen Ort zu bewerkstelligen“ forderte Stadler.

Ebenso eine deutliche Verbesserung der Einkommenssituation würde die Anrechnung der Kindererziehungszeiten bei der Erhöhung der Mindestpension auf 1.200 Euro bewirken „Davon würden Frauen zu zwei Drittel profitieren“ ergänzte Bundesekretär Fuxbauer zum Abschluss.