Über 100.000 Menschen arbeiten in der sogenannten Sozialwirtschaft. Das sind die Anbieter von Sozial- und Pflegeleistungen. Seit einigen Jahren gibt es nach jahrelangen Bemühungen auch für die in diesem Bereich Arbeitenden einen Kollektivvertrag, der jährlich neu verhandelt wird. Die derzeit laufenden Verhandlungen stocken allerding, weil sich die Dienstgeber weigern auf die Forderungen der beteiligten Gewerkschaften einzugehen. Es sind dies eine gehaltsmäßige Verbesserung um zumindest 3%, vor allem aber um die Forderung nach besseren Arbeitsbedingungen in Form der 35 Stundenwoche und/oder einer sechsten Urlaubswoche. Der ZVPÖ, der im Interesse der älteren Generationen an einer hohen Qualität der Pflegeleistungen interessiert ist, unterstützt deshalb alle Forderungen des pflegenden Personals, die die Arbeitsbedingungen verbessern. Kürzere Arbeitszeiten kommen den einzelnen zu versorgenden und pflegenden Menschen unmittelbar zugute, da sie es dann mit ausgeruhteren und motivierteren Menschen zu tun haben.


Die Verantwortung liegt allerdings nicht nur bei den meist privaten Vereinen und Einrichtungen der Sozialwirtschaft. Denn die Tarife für die Abgeltung der Leistungen bestimmen die Gebietskörperschaften der öffentlichen Hand. Es fehlen derzeit schon tausende Pflegekräfte, weil das Gehaltsniveau um ein Viertel niedriger ist als im Durchschnitt und die physischen und psychischen Belastungen kaum ausgeglichen werden.


Mit diesem Thema befasst sich auch die Pflegeenquete des ZVPÖ „offene Wunde Pflege“
am 6.März 15 -18h und die daran anschließende Podiumsdiskussion in den Räumlichkeiten von „Transform“, 4.Bez., Gußhausstraße 14/3.

Interessierte sind herzlich willkommen.