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ASVG-Pensionen um 340 Millionen Euro weniger

Nach der Veröffentlichung der aktuellen Daten zu den Pensionskosten und allen Unkenrufen zum Trotz, zeigt sich nun schon seit einigen Jahren, dass die Zahlungen an Pensionistinnen und Pensionisten weit geringer ausfallen, als im Finanzministerium angenommen. Der Bundeszuschuss zu den Pensionen lag auch 2018 neuerlich deutlich unter den ursprünglich geschätzten Prognosen, und zwar um 340 Millionen Euro! Waren es 2015 286 Millionen unter dem Voranschlag, so blieben 2016 862 Millionen über, 2017 kosteten die Pensionen sogar 893 Millionen weniger als angenommen und 2018 ist der Pensionsaufwand um 340 Millionen Euro geringer.


„Das Gerede von der Unfinanzierbarkeit des ASVG-Pensionssystems stellt sich neuerlich als Märchen heraus. Es ist daher jeder Versuch, Leistungen aus dem Pensionssystem zu reduzieren, auf das schärfste zurückzuweisen. Ebenso ist generell jede Hinaufsetzung des Regelpensionsalters und damit eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit abzulehnen.“, erklärte ZVPÖ Bundessekretär Herbert Fuxbauer.


„Das heißt natürlich nicht, dass ein System nicht auch verbessert werden kann. So wäre es bei­spiels­wei­se höchst an der Zeit, die Pensionsanpassungen nicht nach dem Verbraucher-Preis-Index, sondern entsprechend den realitätsnahen Mikro- und Miniwarenkorb vorzunehmen, Verbesserungen für die Eigenpensionen der Frauen in die Wege zu leiten und für altersgerechte Arbeitsplätze und Gesundheitsförderung zu sorgen. Wir werden daher immer wieder darauf drängen, dass die Regierung endlich diese Verbesserungen zum Wohle der vielen Pensionistinnen und Pensionisten umsetzt.“ so der ZVPÖ-Bundessekretär.

Quelle:
Bundesministerium für Finanzen - Budgetvollzug 2018