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Sorgen um die Rücknahme der “Aktion 20.000”

Für Menschen über 50, bleibt der Arbeitsmarkt weiterhin problematisch. So ging die Arbeitslosenrate im Oktober zwar zurück, nicht hingegen bei Personen über 50. Hier gab es eine Zunahme von 0,1%, ebenso bei Personen mit höherer Ausbildung, + 0,3% und bei Personen mit akademischer Ausbildung +2,1%. Die noch in diesem Sommer, als Gegenmaßnahme von der SPÖ-ÖVP Regierung beschlossene „Aktion 20.000“ - ein Beschäftigungsbonus für langzeitarbeitslose Menschen über 50 - soll nunmehr „nur eine von mehreren Maßnahmen" sein, die man sich im Rahmen des Kassasturzes genauer ansehe, so der heutige Kommentar aus der ÖVP Zentrale.

In einer Stellungnahme dazu sagte die ÖVP Seniorenbund-Präsidentin Ingrid Korosec: „Was mit dem Projekt passiere, sei völlig offen.“ Sie sei dafür, die Aktion zu evaluieren – sei sie sinnvoll, solle man sie belassen, sei sie es nicht, könne man durchaus etwas verändern, da dürfe man sich nicht von vornherein verschließen, so Korosec.

„Bemerkenswert ist, wie Präsidentin Korosec gegen die Interessen der betroffenen Menschen argumentiert und dabei außer Acht lässt, dass eine vollwertige Beschäftigung langzeitarbeitsloser Personen, nicht nur eine Perspektive für die betroffenen Menschen darstellt, sondern auch einen Beitrag und bedeutende Stütze für das Sozial- und Pensionssystem bringt.“ sagte in einem Kommentar der ZVPÖ Bundessekretär, Herbert Fuxbauer

Dass mit der „Aktion 20.000“ seit Juli, bereits für mehr als 1,200 Langzeitarbeitslose über 50, ein Vollzeitarbeitsplatz geschaffen wurde, zeigt den Erfolg dieser Maßnahme. Es ist jede Hilfestellung zu unterstützen, die jenen Menschen die Langzeit erwerbsarbeitslos sind und erwerbstätig sein wollen, zugutekommt. Deshalb begrüßen wir als ZVPÖ die „Aktion 20.000“ und finden eine Kürzung bei dieser Beschäftigungsaktion “unsozial”, so der Bundessekretär des Zentralverbandes der Pensionistinnen und Pensionisten Österreichs.